Tschüss Readly

Ja, ich hätte da auch schon früher drauf kommen können, dass es bei Readly einen Haken geben muss. Heute lag in der analogen Post Werbung von einem Verlag der mir bis dato völlig unbekannt war. Wie die meine Adresse bekommen haben? Über Readly.

Ja, irgendwie muss das Produkt finanziert werden und für 10 Euro im Monat unbegrenzt viele Zeitschriften lesen ist schon ein Knaller Angebot, jedoch ist es eine Frechheit ungefragt Adressen für ein Direktmarketing weiterzugeben. Ich habe bewusst diesen Haken noch nie gesehen bzw. so gesetzt.

Vermutlich ist diese Option erst im Laufe des Jahres hinzugekommen, jedoch diesen dann per Default auf aktiviert zu setzen, entspricht nicht dem geltenden Opt-In Verfahren für derartige Marketingverfahren ( es dürfte auch rechtlich auf sehr wackeligen Beinen stehen die Adressweitergabe nachträglich ohne aktive Zustimmung „einzuführen“).

Egal, Abo gekündigt. Meiner Meinung wurde da eine Chance für den Wandel in der Print-Branche vertan. Der digitale Wandel klappt nicht mit den dort praktizierten, dreckigen Maschen.

 

Update (8.9.2017 20:28): Nach einem netten Austausch mit dem netten Readly-Support, konnte dieser mir versichern, dass die Adressverwendung des Verlages nicht dem Vertragswerk entspricht. Auch bin ich ein wenig in die Datenschutzerklärung eingetaucht und auch dort wird an keiner Stelle die explizite Adressweitergabe an Verlage erwähnt, die dies rechtfertigen würden. Es wird nur von Statistiken mit aggregierten Daten gesprochen.

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