Silent Updates via LTE

Ganz klar, die Vorteile liegen auf den ersten Blick auf der Hand. Es gibt keine veralteten Browser (bzw. auch andere Software), da diese sich die Updates selbstständig holen. Bei jeder Gelegenheit wird geschaut, ob es ein neues Update gibt. Wenn ja, dann wird dieses ohne zu Fragen heruntergeladen und installiert. Beim nächsten Programmstart ist dann alles neu – und im Regelfall hat der Nutzer davon nichts mitbekommen.

Im Regelfall sitzt der Nutzer aber auch an einem schnellen Internetanschluss mit einem großzügigen Volumen als Flatrate. Nicht so im Urlaub. Nicht so, wenn über das Mobiltelefon oder Mifi online gegangen wird. Genau diese Erfahrungen musste ich nun mit meinem Mifi(dazu an anderer Stelle noch mehr) machen. 2GB Volumen mit LTE sind laut meinem Mobiltelefonanbieter inklusive. Reicht in der Regel auch locker um ca. 1000 Webseiten anzusurfen, reichlich E-Mails zu empfangen bzw. zu senden – es sollte auch in etwa für 800-900 Fotos in E-Mails reichen.

Reicht es aber nicht, wenn z.B. der Google Chrome jeden Tag meint, 50-80MB Updates laden zu müssen. Updates die sich nicht deaktivieren bzw. stoppen lassen. Updates, wo das Volumen „missbraucht“ und völlig eigennützig genutzt wird.

Leider merkt man dies auch erst, wenn das Volumen aufgebraucht ist – und anstatt mit LTE nur noch mit Rauchzeichen auf das Web zugegriffen werden kann.

Als Webentwickler kann ich diese Vorgehensweise absolut nachvollziehen. Es ist immer noch eine Seuche mit den Internetexplorern, die sich keinen Updates unterziehen lassen bzw. die Benutzer einfach nicht wissen, dass es aktuellere Webbrowser gibt. Jedoch kann ich es nicht für gut heißen, dass für Updates das schmale Volumen von Handytarifen aufgebraucht wird. Jeden Tag. Es reicht wöchentlich oder monatlich. Aber nicht täglich!! Ich will bestimmen was heruntergeladen wird. Ich will vor allem bestimmen, ob ich dafür das teure LTE nutze, oder das spottbillige Internet aus der Dose daheim.

Mein Learning an dieser Stelle ist auf jeden Fall, alle Softwareupdater sind nun mit Little Snitch geblockt. Jedes Programm das sich etwas herunterladen möchte, muss mich nun explizit um Erlaubnis fragen. Ich habe es wieder in der Hand, wann heruntergeladen wird. Punkt.

An dieser Stelle sei gesagt, der Google Chrome ist besonders negativ aufgefallen mit den automatischen Updates. Auch andere Programme und Browser sind dort nicht besser. Mac OS zieht sich auch regelmäßig automatische Updates und fragt erst bei der finalen Installation ob diese jetzt oder später passieren soll. Zu dem Zeitpunkt ist bereits alles heruntergeladen.

Ein Kommentar zu „Silent Updates via LTE

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