Lomelinos Backen: Torten, Kuchen, Kleingebäck

Ups. Projekt 2016 ist ein wenig ins Stocken geraten. Wobei, eigentlich bin ich nur mit den Rezensionen ein wenig hinterher. Wir haben weiterhin fleißig gekocht und gebacken. Nur, nunja, die Zeit, andere Baustellen, andere Projekte, andere Prioritäten. Wie das nun im Leben so ist.

Aber, jetzt geht es hier weiter. Und direkt mit einem Knaller an Rezeptbuch. Linda Lomelino ist eine Food Stylistin und Fotografin, die offenbar gerne ihr Wissen weitergibt. Das Backbuch ist eine Augenweide und ihre Homepage ist absolut sehenswert (Hinweis: Den Link nur mit vollem Magen ansehen. Das übermäßige betrachten der Webseite kann starken Hunger und Magenknurren verursachen. )

Puh, wo soll ich ansetzen bei diesem grandiosen Werk. Das Buch ist eigentlich ein Bilderbuch und die Entscheidung, was daraus gebacken werden soll fällt richtig schwer. Es gibt ja auch Bücher, wo man schnell vorbeiblättert. Hier ist es ganz anders. Es ist ein bisschen wie bei den Suchbildern von Petterson und Findus. Auch wenn es nur Backwaren sind, es gibt so viel zu entdecken auf den Bildern. Die pure Detailverliebtheit und gleichzeitig die elegante Schlichtheit.

Die Rezepte: Backen

Kalorien zählen verboten. Naschwerk in Hülle und Fülle. Ich durfte die Zitronen-Mohn-Cupcakes mit Heidelbeer-Frosting backen. Und es war kein großes Hexenwerk mit dem Rezept das Ergebnis herzustellen. Natürlich sind einige Backutensilien notwendig, damit es am Ende auch so aussieht wie im Buch, aber es ist nicht unschaffbar oder unrealistisch.

Die Zutaten

Nunja, das ist ein Punkt der nicht ganz so „elegant“ daher kommt. Es werden in den Rezepten für Backwaren typische Zutaten wie Mehl, Zucker und Eier verwendet. Doch dazu kommen dann ein paar spezielle Zutaten, die ordentlich ins Portemonnaie gehen. Heidelbeerpulver z.B. ist vermutlich mit Gold aufzuwiegen. Aber, wenn man überlegt wie viel gute Backprodukte in der Konditorei kosten, dann relativiert sich das alles auch wieder schnell. Und beim Heidelbeerpulver z.B. wird nur ganz wenig benötigt. Mit dem Rest kann man noch ca. 10 bis 20 Mal CupCakes backen – oder ins Müsli oder den Joghurt rühren.

Gestaltung

Habe ich schon geschrieben wie wunderschön das Buch ist? Die Fotos sind das eine, die Typografie und die gesamte Aufmachung des Buches sind ein Hingucker. Und als Bonbon gibt es unter anderem im Innenteil für die interessierten Leser eine Anleitung, wie die Fotos entstanden sind. Sehr umfassend und mit ein paar Kniffen können dann die eigenen Backwerke zu ähnlichen Kunstwerken werden.

 

 

Bisher ist es wohl das schönste Buch im Bücherregal. Die Bilder, die Aufmachung, es hat in der Gesamtheit überzeugen können.