Fever | Reader goes Trending Topic

Fever alternative zu Google Reader

Wenn die Milch übergekocht ist, dann denkt sich ein jeder Koch: Wie konnte das nur passieren. Die Milch ist seit vergangener Woche im Netz Google. Genauer hier der Google Reader. Ja, ich nutzte auch den Google Reader bis vergangene Woche und markierte mir dort fleißig Artikel. Auch konnte ich die Artikel bequem per E-Mail weiterleiten und so über meine „Funde“ informieren. Google wird nun den Service zum Juli einstellen. Es hätte ein großer Schock werden können, wenn es nicht großartige Alternativen für RSS-Feed-Empfangsstationen geben würde.

Im Grunde gibt es zwei Lösungswege, die gewählt werden können.

  • Einen anderen Service nutzen.
    Feedly hat wohl innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Google-Meldung bereits 500.000 neue Abonennten gewinnen können.
  • Oder man wählt den wohl sicheren Weg – das Selbsthosting.

Um nicht weiter auf einen Web-Service angewiesen zu sein, habe ich knapp 24 Euro investiert und mir die Selbsthosting-Lösung namens Fever auf dem Server installiert. Die Installation war innerhalb von ein paar Minuten durch und ich hatte einen neuen — eigenen(!) — Feedreader. Zur Einrichtung die  opml-Datei, die eine xml-Datei ist, von Google exportiert und in fever importiert. Ein paar Minuten warten und schon waren meine rund 300 Feeds importiert. Mit Temperaturanzeige. Und wenig überraschend ist seit vergangener Woche dort nur noch von Feedly, The Old Reader, Fever und dergleichen die Rede. Also alles Feedreader, die derzeit als Alternativen auf dem Markt sind. Die Temperaturanzeige sei an dieser Stelle vermerkt, ist ein nettes Feature, mit dem die Trending Topics auf Basis der Keywords analysiert werden und einer Körpertemperatur gleichgesetzt werden. Fieber ist dann, wenn das Thema bei vielen der Blogs auf dem Schirm ist.

Was ich noch nicht gelöst bekommen habe ist der Ex- und Import der markierten Artikel vom Reader. Die Datei ist eine leichte json-Datei, die mir Notfalls auch ein kleines Script auswerten kann. Aber der Import in Fever wäre hier schon schöner. Oder es wird die Own-Cloud, die auch eine RSS-Reader-Feature mitbringen soll. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Schlussendlich kann man sagen, dass es eine große Aufruhr im Web gerade wegen dem Reader gibt, aber die Innovationen die in den vergangenen Jahren passiert sind, sind minimals. Daher ist es eigentlich ein guter Schritt von Google, jetzt das Feld mal wieder anderen zu überlassen und für neue Innovationen zu sorgen. Eine Kopie vom Reader sollte hier nicht das Ziel sein, sonder neue Funktionen auf Basis von RSS entwickeln.