Culinaria Deutschland

Die regionale Küche ist gefühlt gerade wieder im kommen. Nach diversen Skandalen in der Lebensmittelindustrie kaufen die Konsumenten mittlerweile ja lieber Bio bzw. sogar „regionale“ Produkte im Supermarkt. Mit dem Gefühl, dass dies auch wirklich aus der Region kommt. Dass Produkt hat noch keine tausenden Kilometer zurückgelegt, sondern ist (gefühlt) auf dem Acker vor der Stadt gewachsen. Und da es in den vergangenen Jahrzehnten in unseren Küchen immer mediteraner/asiatischer/amerikanischer zugegangen ist, ist viel Wissen über die lokalen Speisen verloren gegangen.

Dem steht Culinaria Deutschland entgegen. Mit sechzehn Kapiteln – für jedes Bundesland eines – werden unterschiedliche Spezialitäten vorgestellt. Und neben den Rezepten gibt es auch Hintergrundinformationen und geschichtliche Fakten, die das Kochbuch zu einem Lexikon machen.

Wieviele unterschiedliche Richtungen es in den Regionen gibt, wird mit dem Umfang des Buches deutlich. Auf über 450 Seiten lässt sich eine ganze Weile schmökern. Abgerundet werden die Rezepte mit vielen Einblicken in die Regionen. Der Beruf des Kaffeeverkosters wird genauso vorgestellt, wie die Teekultur oder die Handwerkskunst des Räucherns.

 

Die Zutaten

Mit Culinaria Deutschland sind die Zutaten natürlich regional bezogen und meist auch bei uns zu finden. Regional bedeutet meist auch Saisonal. Und dass sollte bei der Rezeptauswahl auch bedacht werden.

Die Rezepte

Mit den regionalen Rezepten ist schon vieles gesagt und doch vieles unklar. Es gibt so viele Spezialitäten die sehr regionale beschränkt sind. Münsterländer Töttchen oder Pannhas z.B.

Die Gestaltung

Von der Gestaltung her ist es sehr vielseitig. Dreispalter mit unterschiedlich umfließenden Bildern. Frisch vom Bild kommt eigentlich nur das Cover daher. Die Bilder im Buch sind schon ein wenig angestaubt und haben schon ein paar Tage auf dem Buckel. Dennoch, es gibt dem Buch einen Charme, der von Historie zeugt. Zeigt, dass es schon länger so gekocht wurde und damit zur Tradition gehört. Ein wenig störend im Lesefluss sind die französischen Anführungszeichen, da diese ein wenig mehr