Auf die Hand

Auf die Hand, in den Mund. Fastfood mit seinen Burgern, Hotdogs und allerlei anderen Schweinereien sind auch in unser heimischen Küche nicht mehr wegzudenken. Es muss nicht immer ein fetttriefender* Burger sein, es kann auch Crustini oder ein frisch belegter Bagle sein. Oder das gute „German Abendbrot“. Lecker, so ein schönes warmes Brot mit Butter und Käse oder Wurst.

Die Geschichte des Abendbrotes ist überraschen jung und wenig erforscht. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde abends eher warm gegessen, Suppen, Phannkuche, Grütze und Brei waren beliebte Abendessen. Mit dem Aufkommen der ersten Werkskantinen und verbesserten Produktionsbedingungen, die die körperliche Arbeit weniger anstrendeng machten, musste nicht mehr zwingend zweimal am Tag warm gegessen werden und so entstand in den 1920er – 1950er Jahren das typisch deutsche Abendessen.

Stevan Paul (Autor) hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Food-Szene gemacht. Und mehrere Bücher veröffentlicht. Zeitweise taucht er auch schon im Fernsehen auf, wo er sich meist den Randthemen widmen: z.B. Foodtrucks und deren Essen. In seinem Werk „Auf die Hand“ geht es ausschließlich um Gerichte, die sich in die Hand nehmen lassen. Alles lässt sich bequem mit den Händen essen – und meist auch innerhalb kurzer Zeit zubereiten. Gerade für ein schnelles Abendessen ideal.

Die Rezepte: Handlich einfach

Es wird eine große Bandbreite an Rezepten geboten. Der Schwierigkeitsgrad ist eher im unteren Bereich angesiedelt. Inhaltlich ist es ein Mix aus verschiedenen Kulturkreisen. Mit der amerikanische „Hand-Küche“, Sushi-Komponenten sowie dem typisch deutschen Abendbrot.

Die Zutaten

Fisch, Fleisch, Brot und Brötchen Brötchen – alles Zutaten, die sich idealerweise schnell verarbeiten lassen. Auch Sushi kommt zum Einsatz.

Weitere interessante Gerichte

  • Handkäs mit Musik und Kräutern
  • Philadelphia Cheese Steak
  • Schinken-Käse-Sandwich
  • Burger „Shiso-Style“

Gestaltung

Das Kochbuch kommt in einem voluminösen Hardcover daher. Wunderbar griffig ist auch das Papier. Insgesamt merkt man dem Buch an, dass es aus der Gegenwart kommt. Hippe Berliner Gestaltung Berlin, die Foto-Zwisschensequenzen sind in Berlin und Hamburg entstanden. Den Rezepten wird jeweils eine Doppelseite gegönnt, so dass auch immer ein ganzseitiges Bild Platz findet. Ja, ich habe das schon einmal als langweilig beschrieben – hier jedoch wird unregelmäßig das Konzept durch Bilderseiten oder kleine Themenseiten aufgelockert. Das wertet die Gerichte sehr auf – auch die hochwertigen Fotos bzw. die Settings lassen schon beim durchblättern das Wasser im Mund zusammen laufen.

* fetttriefend war jedoch unser heutiges Rezept. Der Rösti-Burger hatte mit seinem Käse und den Röstis  viel zu viel Fett, leider. Wir werden dennoch noch weitere Rezepte aus dem Buch zubereiten, da diese Potential haben für Leibspeisen. German Abendbrot

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